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Reisetagebuch Berlin E-Mail
Geschrieben von: Sebastian   
Montag um 15 Uhr ging es vom Proberaum ab in Richung Berlin. Kurz noch beim Supermarkt an der Ecke Wegzehrung eingekauft und ab auf die A2. Das Wetter hat mitgespielt und abgesehen von der sinkenden Außentemperatur (Start: -5 Ziel: -11) kam uns nichts in  die Quere. Die sinkende Temperatur führte allerdings zum Einfrieren der Scheiben von innen im Fahrgastraum und  von der  Windschutzscheibe.
Leider war das Frostschutzmittel an einer Tankstelle ausverkauft, so dass wir zwei Zwischenstops auf den letzten Kilometern machen mussten. Um 18.30 kamen wir pünktlich zum Abendessen in "St.Moritz" an. Berlin-Grunewald so im nächtlichen Schneegestöber aus wie der noble Wintersportort.

Nach dem Essen haben wir zusammen mit den Kindern geprobt und wurden über den genauen Ablauf beim Bundespräsidenten informiert.
















Da wir schon knapp zwei Stunden nichts mehr gegessen hatten und unsere Weihnachtsfeier ausfiel, fuhren wir zum Kurfürstendamm und schaufelten uns beim Griechen voll, damit der Präsident uns zumindest hören und riechen konnte.













Zum Glück gibt es den Kaiser. Der gute Mann hat in Berlin ein Geschäft, welches glücklicher Weise bis 24 Uhr geöffnet hatte, sodass wir uns mit ein paar Getränken eindecken konnten.
Die anliegenden Bars, der Weltstadt Berlin, haben leider ihre Pforten um 23Uhr geschlossen. Wir machten uns auf den Weg zurück zum Jugendgästehaus und haben es uns dort noch gut gehen lassen.

 







Tag 2

Piep, piep, piep.....

Um 7 Uhr hieß es raus aus den Federn, damit wir um halb Acht das grandiose Frühstücksbuffet plündern konnten (das es ein grandioses Buffet sein wird, blieb aber leider nur ein Traum). Beim anschließenden Fototermin für die Lokalpresse, nutzten wir die Akustik des großen Treppenhauses und machten spontan eine Session (C-Dur gibt echt was her).






 

Kurz nach Neun machten wir uns auf dem Weg zum Schloss Bellevue und da wir erneut knapp zwei Stunden nichts mehr gegessen hatten, gab es bei der großen amerikanischen Kaffeekette ein zweites Frühstück. 

Come on and save me

Angekommen  am  Bundespräsidialamt  mussten wir  durch die Sicherheitsvorkehrungen. Es sind die selben Kontrollen wie am Flughafen. Vor dort gingen wir rüber zum Schloss und konnten bei sonnigen -13 Grad unsere Instrumente Stimmen.


Im Schloss nahm sich zuerst die Ehefrau des Bundespräsidenten Zeit für uns und berichtete, dass sie im Kirchenchor singt. Zudem veriet sie uns mit einem Lächeln auf den Lippen, dass Herr Köhler höchstens zu Weihnachten singt. Bescheiden beendetet sie das Gespräch mit "Wollt ihr nicht lieber mit dem Bundespräsidenten sprechen?".

Just in diesem Augenblick streckte sich Herr Köhler aus einer Traube von Kinder und sagte zu uns. "Wollt ich nicht noch ein Foto mit mir machen. Lasst mich mal zur Kapelle durch".

Höret, höret. Der Bundespräsident wollte also mit uns ein Foto. Schon waren wir unserem Ziel, ihm eine CD von uns zu schenken einen Schritt näher. Aufgeschlossen, freundlich und nicht gekünzelt hat er gefragt, wer wir sind, wo wir herkommen.....










Stolz wie Oskar dürfen wir behaupten das der Bundespräsident Besitzer unseres ersten Albums "Reflection" ist.